Nur ein Weizenkorn
eine Aufführung des DIWAN - Puppentheaters Osnabrück
am 3.Februar 2006


 
Kuddel Habermann hat einen großen Wunsch: Er möchte einmal so viel Weizen besitzen, dass er sich ein ganzes Brot backen kann. Bei ihm ist nämlich meistens "Schmalhans" Küchenmeister.
Kuddel hungert lieber, als dass er dem Bauern Bissig die Pacht für das Land schuldig bleibt, auf dem er in einer alten Bretterbude lebt.
Diesen "Habenichts" will Bauer Bissig mit Hilfe des reichen Geschäftsmannes Silvio Makkaroni loswerden, denn für sie zählt nur Geld, Geld, Geld.
Am Abend kommen arme Fremde: Mutter, Vater, Kind. Sie bitten um ein Nachtlager bei den Reichen, werden jedoch von diesen beschimpft und verjagt.

Der arme Kuddel überlässt der erschöpften Familie seine dürftige Bretterbude, die einzige Scheibe Brot und seine warme Decke. Er selbst schläft fröstelnd unter freiem Himmel. Am nächsten Morgen sind Kuddels Gäste fort und haben ihm dort, wo sie geschlafen haben, "nur ein Weizenkorn" hinterlassen. Dieses kleine Korn pflanzt Kuddel sofort ein. Bald rieselt ein Strom von Weizen aus einem reichen Kornfeld. Kuddel kann sich so viel Brot backen wie er will, immer neue Körnerströme füllen seine Gefäße. 
Aber er denkt auch jetzt an seine Mitmenschen. Bauer Bissig und Silvio Makkaroni bekommen von ihm einen Sack voller Weizen geschenkt. Durch ein schlimmes Unwetter haben beide ihren ganzen Besitz verloren und sind nun bettelarm.
 
Der egoistische Rabe Flattermann wundert sich: "Du gibst denen, die dich hungern ließen?" Kuddel antwortet:" Du bist ein Rabe und verstehst das nicht, das tun Menschen so."
Den Zuschauern hat diese Geschichte sehr gefallen. Das bekundeten alle mit kräftigem Applaus.
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